Projekt 52: März

Woche 10, Buch 9: Laßt mir doch Zeit zum Träumen von Etty BuzynIMG_5739
Ein sehr interessantes Buch darüber, wie Kindern heutzutage sehr früh sehr viel zugemutet wird. Man verlangt von ihnen, sich in ein starres System einzupassen, was zu vielen Komplikationen führt. Die Autorin plädiert dafür, Kinder mehr Kinder sein zu lassen, sie gleichzeitig aber in ihren Gefühlen und Vorstellungen ernster zu nehmen. Sie tut dies, indem sie kurze Erlebnisse aus ihrer Zeit als Kinder- und Familientherapeutin erzählt und erklärt, was aus ihrer Sicht schiefgelaufen ist.
Das Buch ist schon ein paar Jahre alt, in der Zwischenzeit hat sich (gerade was Schule angeht) schon einiges gebessert. Dennoch ein gutes Buch für Eltern und Erzieher.

Woche 11, Buch 10: Theo von Daniel Glattauer
Ein köstliches Porträt eines kleinen JungenIMG_5740
In diesem Buch porträtiert Daniel Glattauer (Gut gegen Nordwind!) seinen Neffen von dessen Geburt bis zum 13. Lebensjahr. Ein Großteil des Buchs konzentriert sich auf die ersten 3 Lebensjahre und die Erfahrungen, die Theo macht, sowie die Erfahrungen, die die Erwachsenen in seinem Umfeld mit ihm machen. Danach wird kurz auf weitere wichtige Abschnitte von Theos Leben eingegangen, in Kapiteln, die jeweils ein Lebensjahr abdecken.

Kaufen, kaufen, kaufen! So herrlich! Der kleine Theo ist ein aufgeweckter Junge, der wie jedes Kind lauter köstliche Dinge tut und sagt. Für Eltern ein Muss, weil man sich in so vielen Situationen wiederfindet. Aber auch für jeden anderen absolut lesenswert. Man sollte es allerdings zuhause lesen oder damit leben können, dass man komisch angeguckt wird, wenn man im Bus plötzlich in lautes Lachen ausbricht.

Woche 11, Buch 11: Dear Germany von Carol Kloeppel
Eine Amerikanerin in DeutschlandIMG_5806
Carol Kloeppel, Ehefrau von Peter Kloeppel, erzählt in diesem Buch von ihren Erlebnissen als nach Deutschland ausgewanderte Amerikanerin. Nicht nur die Sprache muss sie mühsam lernen, auch diverse Bräuche und Alltagsgepflogenheiten der Deutschen kommen ihr zunächst seltsam vor.

In kurzen, thematisch gegliederten Kapiteln erzählt Carol Kloeppel vom Bürokratiewahn, Ordnungsliebe, Brot-Vielfalt, Umzugs-Seltsamkeiten und vielen mehr. Sehr nett zu lesen, wenn man mal zwischendurch was zum Schmunzeln haben will. Nebeneffekt: Man merkt, wie sehr sich in der Zeit seit dem Beginn der Handlung (Anfang 90er) vieles in Deutschland geändert hat. Die Unterschiede zwischen den Kulturen sind mittlerweile gar nicht mehr so groß wie im Buch beschrieben. Das kann positiv und negativ sein.

Woche 12, Buch 12: A Long Way Down von Nick Hornby
Noch mal Nick HornbyIMG_5812
Es ist gar nicht so einfach, sich von einem Hochhaus zu stürzen. Besonders nicht, wenn man auf dem Dach plötzlich nicht mehr alleine ist, weil an Silvester so einige auf die Idee kommen, ihr Leben zu beenden.
Also stehen sich plötzlich 4 sehr unterschiedliche Menschen gegenüber, die aus verschiedensten Gründen keine Lust mehr auf das Leben hatten. Um der Jüngsten von ihnen zu helfen, steigen sie wieder herunter und stellen nach und nach fest, dass sie eigentlich alle doch nicht ihr Leben beenden können.
Ein sehr lustiges Buch, schön runterzulesen und, wie auch High Fidelity, durchaus zum Nachdenken anregend.

Woche 13, Buch 13: 1979 von Christian Kracht
Endzeit-Gedöns von dem deutschen Popliteraten Kracht
Wie auch bei Faserland ein reisender Ich-Erzähler, diesmal 1979 in Teheran, zur Zeit einer Revolution, mit einem Freund, Christopher. Wilde Parties, viele Drogen, irgendwann ist Christopher dann deshalb tot. Der Ich-Erzähler flieht dann und reist zu einem heiligen Berg, um den herum er pilgert, bis er von den Chinesen gefangen genommen und in ein Straflager gesteckt wird.

Ich weiß nicht, irgendwie war das nix für mich. Faserland fand ich super, hier hat mich der Stil eher genervt. Dieses distanzierte machte es schwer, der Handlung zu folgen und den Sinn des Romans habe ich auch nicht verstanden. Eventuell muss man (ich) Kracht wohl in einem Literatur-Seminar lesen und auseinandernehmen?

Advertisements

One thought on “Projekt 52: März

  1. Pingback: Buchprojekt: Dein Buchjahr in 30 Fragen | Veras kleine, große Welt

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s