Projekt 52: Februar

Woche 6, Buch 6: Erlösung von Jussi Adler Olsen
Und noch ein Thriller.IMG_5741
Eine jahrealte Flaschenpost mit einem Hilferuf wird gefunden, mit der Carl Mørck zunächst nichts anfangen kann. Zusammen mit seinen Assistenten (Rose hat plötzlich eine Schwester! Oder auch nicht…) entziffert er Teile der Botschaft und kommt damit einem Serien-Kidnapper auf die Spur.

Ich mag Jussi Adler Olsen sehr gerne. Die Bücher sind spannend und sehr klar geschrieben, so dass man eigentlich immer alles in einem durch lesen möchte. Bei diesem Buch war das allerdings nicht der Fall. Zuerst habe ich mich nicht getraut, weiterzulesen (ich hab’s nicht so mit Büchern, in denen Kinder misshandelt werden), dann hab ich mir irgendwann dazu gebracht und fand es nicht ganz so flüssig wie die beiden Vorgänger. Ingesamt zieht es sich irgendwann ein bisschen und die obligatorische Schlussszene, in der die Ermittler selbst in Todesgefahr geraten, ist nicht so packend wie in den vorherigen Fällen. Trotzdem ein gutes Buch, der 4. Band steht schon bei mir und wartet darauf, gelesen zu werden.

Woche 7, Buch 7: Plattenbaugefühle von Jannis Plastargias
Mal was ganz anderes, ein Jugendroman, der schon lange im Regal IMG_5810stand.
Jonas, ein deutscher Junge, verliebt sich in seinen türkischstämmigen Mitschüler, was zu einigen Komplikationen führt. Die Geschichte handelt von seiner Entdeckung, dass er homosexuell ist, von ersten Annäherungen der beiden Jungen und davon, was passiert, als die strenggläuigen Eltern von Ayfon davon erfahren.

Ein sehr schönes, gut zu lesendes Buch über Homosexualität in der heutigen Zeit, Komplikationen bei interkulturellen Beziehungen und den Problemen mit der ersten Liebe. Das Buch ist als Jugendroman sehr einfach geschrieben und leider viel zu kurz, man hätte gerne noch mehr über die Charaktere erfahren. Dennoch (oder vielleicht auch deshalb, es steht ja nicht jeder auf dicke Wälzer) eine Leseempfehlung!

Woche 8, Buch 8: Darum schütze, was du liebst von Louise Anderson
Überraschungserfolg!IMG_5742
Erin Paterson ist Partnerin in der von ihrem Vater gegründeten, großen Anwaltskanzlei und hat insgesamt ein sehr angenehmes Leben, das allerdings eines Tages plötzlich aus den Fugen gerät. Nicht nur erwischt sie ihren Freund mit der Nachbarin, sie wird auch noch in eine Mordserie verstrickt, die erst mal gar nichts mit ihr zu tun haben scheint. Dadurch (allerdings nur vordergründig, wie man später erfährt) gerät auch ihr Berufsleben aus den Fugen und außerdem gerät sie selbst ins Visier des Killers. Nach und nach erfährt sie von den Verstrickungen ihrer Familie in den Fall und in die Geschehnisse in ihrer Firma.

Das Buch habe ich irgendwann vom Wühltisch mitgenommen (ich brauchte noch ein 5. Buch, damit es billiger wurde) und hatte mir gar nicht so viel davon versprochen. Aber der Roman ist irre fesselnd geschrieben, die Geschichte ist sehr vielschichtig und man leidet und fürchtet mit der Protagonistin mit. Das Ende hätte allerdings noch ein bisschen Überarbeitung gebraucht, es kommt ein bisschen plötzlich und ist ein bisschen wirr.

Woche 9, Buch 9: Switched at Birth von “Kathryn Kennish”
Joa. Ein Buch zu einer Serie halt.IMG_5809
Wer die US-Serie “Switched at Birth” nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst und sollte schnellstens etwas daran ändern. Dies hier ist ein Buch zur Serie, von der Figur der Mutter geschrieben. Das Buch wird auch in der Serie selbst thematisiert und erzählt aus der Sicht der Mutter die Geschehnisse, nachdem die Familie erfährt, dass ihre Tochter nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde und sie 16 Jahre lang die “falsche” Tochter großgezogen haben.

In der Serie ist ein wichtiger Handlungsstrang, wie die Mutter das Buch schreibt und ich habe irgendwann mitbekommen, dass das Buch tatsächlich veröffentlicht wurde. Es ist allerdings wirklich nur eine Wiedergabe der schon in der Serie dargestellten Handlung, mit ein paar (sehr wenigen) Einblicken in die Gefühle der Mutter dabei. Viel neues steht dort nicht und ein paar Szenen im Buch passen nicht dazu, wie die Mutter in der Serie dargestellt wird. Ich habe nicht damit gerechnet, dass dies ein besonders gutes Buch ist, es hat meine Erwartung allerdings noch unterboten. Nicht lesen. Auch nicht, wenn man die Serie wirklich mag.

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One thought on “Projekt 52: Februar

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