Zumba, tanz dich… tot?

Ganz neujahrsvorsatzbrav hab ich mich am 3. Januar im Fitnessstudio angemeldet. Gleich hier im Ort, kostet zwar 3x so viel wie McFit und Konsorten, dafür besteht die reelle Chance, dass ich ab und zu hingehe, weil ich nur 5 Minuten gehen und nicht eine halbe Stunde Bahnfahren muss.

Außerdem gibt’s da Kurse, ganz viele! Zumba zum Beispiel, immer freitags um 18 Uhr. “Das ist super, ich war letztens auch mal bei Sonja beim Zumba, hat richtig Spaß gemacht” erzählt mir die ehemalige Klassenkameradin, die ich am Dienstag im Bus treffe. Hätte ich kurz mein Gehirn eingeschaltet, wäre mir aufgefallen, dass sie “bei Sonja” und nicht “mit Sonja” gesagt hat. Und dann wäre ich auch eben nicht aus allen Wolken gefallen, als meine superschlanke, irre gut aussehende und außerdem unglaublich tanzerprobte Lieblingskommilitonin als Kursleiterin vor mir stand. Aber das spornt ja an! (sagt Mama)

Ach ja, Mama wollte eigentlich auch mit, hat dann aber kurz vorher beschlossen, dass sie sich das lieber noch mal überlegt, also entstand folgendes Gespräch:
Ich: “Das wäre aber total lustig, wenn du mitkommst, dann blamieren wir uns zusammen! Du kriegst nur jeden 3. Schritt hin und ich bin nach 10 Minuten tot…”
Mama: “Ach, meinst du, ich kann nix?”
Ich: “Naja, Tanzerfahrung hast du ja nun nicht grade, oder? Dafür hab ich 0 Kondition…”
Mama: “Na, guck du dir das erst mal an, dann überleg ich noch mal.”

Gespräch bei Wiederankunft zuhause:
Ich: “Mama, ich war nicht nach 10 Minuten tot!!!”
Mama: “Na siehst du, du unterschätzt dich immer.”
Ich: “Ich war nach 4 Minuten tot.”

Ich übertreibe übrigens nicht. Ich habe mir nach 4 Minuten gewünscht, dass es vorbei ist. Und habe dann im 3-Minuten-Abstand auf die Uhr geguckt und entsetzt festgestellt, dass der Zeiger kaum weitergerückt ist. Und bin nach 15 Minuten das erste Mal zu meiner Trinkflasche gerannt. Als erste. Nachdem ich schon 7 Minuten vorher das Gefühl hatte, ganz dringend Wasser zu brauchen.
Meine Kondition ist allerdings wirklich mies, meine Fitnessstudio-Trainerin war am ersten Tag völlig fasziniert von meinem Puls auf dem Crosstrainer. Hmpf.

Aber es war toll! Nächste Woche geh ich wieder hin. Ich würde ja auch mehr zu der eigentlichen Zumba-Stunde schreiben, wenn ich noch irgendwas wüsste. Aber mein Gehirn war wohl damit beschäftigt, lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen, so dass ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann. Aber Latinogedöns ist toll. Und wenn man schon so ausladende Hüften hat, dann sollte man die ja auch ein bisschen shaken.

Also: Macht Zumba, ist voll toll! Aber bleibt am Leben.

 

 

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